Dienstag, 29. Dezember 2009

Mittlerweile weiss ich wofür KfW-Darlehen steht...

Kannste für warten :-)

Im Ernst, eine Effizienzhaus-Finanzierung über ein kombiniertes  KfW-und Annuitäten-Darlehen (Gesamtfinanzierung Grundstück plus Haus) stellt mal wieder die Quadratur des Kreises dar.

 Was benötigt man denn nun alles für den KfW-Antrag (Programm 153):
  1. Grundriss / Schnitt wegen der Ausrichtung und der Fensterflächen
  2. EnEV-Nachweis basierend auf 1.)
  3. Einen Planer für 1.)
  4. Einen nach EnEV Austellungsberechtigten für 2.)
  5. Einen Haushersteller, damit die Gesamtkosten für's Darlehen bereits fixiert werden können und der im Falle GÜ 1.) bis 4.) koordiniert
  6. Geduld
Eigentlich liest sich das ja als einfache Anforderung, wenn da bestimmte Randbedingungen nicht existieren würden, die da sind:
  • Kein Beginn des Bauvorhabens ohne KfW-Zusage
  • Kein Darlehen ohne detailierte Baukosten
  • Keine verbindlichen + detailierten Baukosten (inkl. Bemusterung, also wirklich komplett ohne Zusatzkosten) ohne Beauftragung des Planers/Architekten/Hausverkäufers
  • Kein EnEV-Nachweis ohne Grundriss bzw. Hausplanung
  • Nach Möglichkeit keine getrennte Finanzierung von Grundstück und Hausbaus (wegen der Konditionen)
  • Hausbauvertrag nur mit Rücktrittsrecht, möglichst ohne Planungskosten im Rücktrittsfall
Eigentlich ein nahezu unmögliches Unterfangen, allerdings findet man nach langem Suchen das "Schlupfloch" in den KfW-Bedingungen, zumindest war uns das bis dahin so nicht bewusst:

Zitat aus den Bedingungen:

Der Antrag ist vor Beginn des Vorhabens zu stellen. Planungs- und Energieberatungsleistungen gelten nicht als Investitionsbeginn.


Planungsbeauftragungen zählen also nicht zum Bauvorhaben-Beginn, d.h. man kann tatsächlich mit einem Haushersteller bzw. Architekten die für den EnEV-Nachweis notwendig Planung durchführen, ohne dass dies mit dem KfW-Antrag kollidiert.

Entweder durch eine separate Beauftragung oder im Rahmen eines GÜ-Vertrages mit Rücktrittsrecht für den Fall der KfW-Ablehnung, diese Art von Klauseln scheint die KfW auch zu akzeptieren. Zur Sicherheit kann man auch einfach bei der KfW nachfragen (Hotline 01801 / 33 55 77). Oder wer gerne eine Festnetznummer möchte, kann es über die Hotline des KfW-Info-Zentrums unter 030 - 20264 5555 versuchen.

Ansonsten, von den Hausverkäufern, Architekten, Maklern scheint niemand gerne diese KfW-Anträge qualifiziert zu unterstützen, entweder man erzählt einem, dass sogut wie niemand KfW-Darlehen in Anspruch nehmen würde, oder man kennt den Ablauf nur unzureichend, oder man will einem unbedingt zu getrennter Finanzierung raten.

Irgendwie schon ein Trauerspiegel, aber letztlich haben wir's hoffentlich nun soweit geklärt und ich warte täglich auf Antwort, formal liegt der Antrag nun bei der KfW vor, es haben wohl noch einige ihre Anträge vor Jahresende eingereicht...

Sonntag, 27. Dezember 2009

Finanzamt, die Zweite

Und nur kurz nach der Grunderwerbsteuer kam dann auch schon der  Grundsteuermessbescheid in Verbindung mit der Ermittlung des Einheitswerts.

Entgegen der ein oder anderen Erfahrung anderer Bauherren, ging das recht zügig und problemlos. Wollen wir mal hoffen, dass das so weiter geht...

Da war doch noch die Sache mit dem Finanzamt...

Fragebogen zur Grunderwebsteuer

Bat uns doch kürzlich das Finanzamt zum Thema "Einheitliches Vertragswerk" um die bereits erwartete Stellungnahme.

Eigentlich nur 3 unverfängliche Fragen, sollte man eigentlich meinen. Man hat da aber besser einige Nachweise parat, dass man sich unabhängig erkundigt hat, das Grundstück nicht über den Haushersteller vermittelt wurde, kein in beide Verträge involvierter gemeinsamer Makler mitgewirkt hat usw.

Sauber getrennt, dann klappt's auch mit dem Nachbarn, ähem, Finanzamt :-)

In unserem Fall war das aber kein Problem, da die LBBW Immobilien mit Meisterstück-Haus nichts zu tun. Allenfalls die Zeitnähe von Notartermin und Bauvertrag hätten jemand auf den abwegigen Gedanken eines einheitlichen Vertragswerkes bringen können.

Also immer schön unterschiedliche Grundstücksnachweise aufheben, z.B. Internet-Angebot mit Datum etc., dann sollte das klappen (sofern eben nicht doch andere Gründe, z.B. vereinbarte aber noch nicht erfolgte Erschliessung, entgegenstehen)

Mittwoch, 23. Dezember 2009

Es herrscht nun Klarheit im Staate "Leutenbach" :-)

Nach einem erneuten Gespräch des Architekten mit dem Bauamt ist nun klar, dass die Entwässerung den Gemeinde-Hintergrund hat, während die EFH-Höhe die baurechtliche Seite betrifft. Da muss ich wohl was "falsch" verstanden haben *grins*. Hierbei ist anzumerken, dass das Baurechtsamt in Winnenden ist.

Also heisst es warten auf Anfang Januar, zwischenzeitlich kann die Planung des "multimedialen Meisterstücks" weiter gehen.

Montag, 21. Dezember 2009

Hat nich sollen sein...

...nach einem Telefonat mit dem Architekten ist klar, dass es erst Anfang des Jahres nach den Betriebsferien weiter geht...wäre halt schön gewesen, wenn wir im Hinblick auf den zeitlichen Horizont etwas Klarheit gehabt hätten...

Auf der anderen Seite ist es auch nicht schlimm, es gibt genügend zu tun...das Thema Finanzierung findet auch langsam ein Ende...

Auf jeden Fall konnte ich das Thema Regenrinne klären, da ich diese nicht unbedingt oberirdisch verlaufend möchte. Wir haben aber nun eine gute Lösung gefunden, da diese nun unterirdisch bzw. ggfs. als vergitterter Schacht realisiert wird, mehr dazu, wenn ich die Planungsdaten Online stelle. Und das Thema 2. Rettungsweg hat sich nun auch geklärt, nachdem die Fenster im Kellergeschoß über eine ausreichende Größe verfügen.

Freitag, 18. Dezember 2009

Endlich sind die Bauunterlagen da und dann doch ne Pleite :-(

Sehnsüchtig warteten wir nun auf das Baugesuch vom Architekten, erwartungsvoll haben wir unseren Tag 2 der Weihnachtsfeier abgebrochen, um nach Hause zu fahren und den Briefkasten zu leeren, die Unterlagen noch schnell zu unterschreiben und dann persönlich abzugeben.

Tatsächlich ist es uns gelungen heute um 11:57 (Sprechzeiten im Bauamt 08:00 - 12:00 :-) noch den zuständigen Verantwortlichen im Bauamt zu treffen, der sich freundlicherweise noch die Zeit nahm, die Unterlagen auf Vollständigkeit zu prüfen.

Und das war nun auch das Problem: im Kenntnisgabeverfahren sind sowohl Standsicherheitsnachweis als auch Bauleiter wegen der möglichen kurzen "Sperrdauer" bereits mit dem Antrag einzureichen, beides fehlte und sollte nachgereicht werden, wie das wohl bei einem normalen Bauantrag keine seltene Vorgehensweise ist. Aber eben nicht im Kenntnisgabeverfahren...

Dann noch was zu Entwässerung (die schon etwas seltsam in Leutenbach gehandhabt wird - Regenwasser wird vom Grundstück auf die Straße geleitet und fliesst dort in einer Mulde in der Fahrbahnmitte ab) und zur EFH-Höhe (Mittler Straßenhöhe als Grundlage!) und schon war die Liste der offenen Punkte komplett.

Rumms, das saß, so hatten wir uns das nicht vorgestellt. Etwas ärgerlich, zumal wir im Vorfeld mit dem Architekt bereits einen Termin beim Bauamt hatten...

Egal, wir können es nicht ändern, jetzt kommt aber hoffentlich der Architekt möglichst rasch mit den Änderungen daher, damit wir keine Zeit verlieren, ich habe aber meine Zweifel, ob das nächste Woche noch was wird, nachdem die Meisterstueck-Haus-Zentrale gerade dabei ist, den Weihnachtsurlaub anzutreten...aber wer weiss, vielleicht wird's ja noch was mit dem Weihnachtsgeschenk :-)

Dienstag, 15. Dezember 2009

Es wird ein Effizienzhaus55 (EnEv2007)

Wie zuvor schon geschrieben, ist die Fertighaus-Anbieter-Auswahl auf die Fa. Meisterstück-Haus in Hameln gefallen. Über das "Auswahlverfahren" werd ich mal einen getrennten Post starten, der wird etwas länger :-)

Als Aufhänger diente zunächst das Stadthaus:



letztlich basiert das Haus nun auf einem Kubus77:





Ein paar für uns "unwichtige" Dinge:

  • Komfort-Lüftung (bei Effizienzhäusern eigentlich sowieso nicht mehr anders möglich)
  • Solarthermie / Photovoltaik
  • Wärmepumpe
  • Hoher Kniestock
  • Keller / Garage
  • Flexible Gestaltung


Nachdem Erdwärme aufgrund des neuen B14-Tunnels in unmittelbarer Nähe nicht zulässig ist, bleibt nur eine solargestützte Luft-Wasser-Wärmepumpe. Pelletheizung kam für uns nicht in Frage, Kamin benötigen wir nicht und wir haben eine vernüftige Ausrichtung, um ausreichend Solarenergie zu nutzen.

Letze Woche hatten wir im Rahmen einer Vorbemusterung Gelegenheit eine "Werksbesichtigung" durchzuführen und ich muss sagen,  dass wir stark beeindruckt sind, mit welcher Effizienz und Kompaktheit die Häuser bei Meisterstück-Haus produziert werden. Klein, aber fein!

Stand Heute gehe ich mal davon aus, dass ich bzw. wir auch bei der Produktion unseres Hauses vor Ort im Werk sein werden, um diese zu Dokumentieren, bevor selbiges dann nach Leutenbach transportiert und gestellt wird.

Wo liegt er denn nun, der Bauplatz ?

Da habe ich zwar von Leutenbach geschrieben, aber ganz vergessen zu erwähnen, in welcher Ecke denn das Haus mal stehen soll ;-)

Es handelt sich um das Neubaugebiet "Mühlefeld", eine ehemalige Tongrube der Fa. Pfleiderer, welche mit der Erde der Neuen Messe Stuttgart aufgefüllt und verdichtet wurde.

Das gesamte Gebiet wurde von der LBBW-Immobilien aufgekauft und in einzelne Grundstücke unterschiedlichster Größe aufgeteilt. Sind insgesamt über 160 Grundstücke, wobei der Bauabschnitt 1 bereits vor ca. einem Jahr begonnen und mittlerweile fertiggestellt wurde.

Hier mal eine kleine Übersicht:



Der erste Spatenstich, auch wenn's nur für's Bauschild ist ;-)



Und so sieht es nun aus: