Freitag, 4. Juni 2010

Vor-Ort-Termin

Nachdem wir endlich Gewissheit haben wollten, was denn nun auch so rund um das Thema Keller-/Erdarbeiten anfällt, konnten wir in der 2. Aprilwoche einen Termin am Grundstück vereinbaren, zu dem alle beteiligten Parteien (Keller- sowie Haus-Bauleiter, Erdbauer und wir) erschienen. Ach nein, fast, der Architekt hatte keine Zeit, weil zu kurzfristig...

[Zynismus On]Wie gut, dass er auch nicht notwendig war, denn es ging ja nur um seine Planung zum Thema Entwässerung etc. [/Zynismus Off]

Aber er hat sich ja mit ausreichendem Ratschlag entschuldigt:

>Die noch offenenen Punkte werden sich durch gemeinsame Anstrengung im Sinne der Sache, Schritt für Schitt kären!

Inhaltlich war es das bereits gewohnte Bild: Kellerbauer und Erdbauer sind unterschiedlicher Auffassung bezüglich der Frage, wer die Entwässerung macht, wie die Rohre verlegt werden usw. Beide Bauleiter wussten nichts vom Inhalt unseres vorbereitenden Keller-Bemusterungsgesprächs, so dass vor Ort in der Diskussion eine mögliche Lösung gesucht wurde, da offensichtlich der Erdbauer der Einzige war, der von den Herrschaften die Tragweite kostenseitig erfasst hat...

Angekommen ist nun beim Planzeichner wieder was anderes als wir besprochen haben und passen tut's mit der Rückstauklappe wieder nicht. Ich bin mittlerweile echt auf 360...

Was ich nun wieder gelernt habe: Bauleitung hat mit der Planung wenig am Hut und eine andere Sichtweise wie der Erdbauer im Hinblick auf "Wer mach wann was zu welchen Kosten ?", Hausplanung läuft an Kellerplanung vorbei und letztlich interessiert es keinen, wer das nachher alles bezahlt, der Bauherr wird's schon richten. So langsam möchte ich mich echt übergeben...

Bemusterung-Fortsetzung: Keller

Bis zum Zeitpunkt des Schlußtermins waren wir eigentlich der Meinung, dass das Thema Keller bzw. Abwasser soweit geklärt sein sollte. Als uns dann aber eröffnet wurde, daß wir ca. 7-8 Sohle-Durchbrüche mit Druckabdichtung benötigen würden, ahnten wir schon, was das für Folgen haben sollte.

In weiser Voraussicht konnten wir die Anzahl auf etwa 5 reduzieren, dafür kam aber nun einen Schwarzwasser-Rückstauklappe mit auf die Liste. 

Während ich zu diesem Zeitpunkt noch annahm, dass so eine Druckmannschette etwa 200-300 EUR kosten könnte, haben uns die tatsächlichen Preise aus den Stiefeln gehauen:
  • Je Druckmanschette rund 1100 EUR
  • Elektr. Rückstauklappe für fäkalienhaltiges Abwasser: rund 1500 EUR
In Summe also mindestens noch einmal ca. 7000 EUR...und ein Ende nicht in Sicht...

Nun stellt sich die Frage, warum die Abtretungserklärung durch die Bank bereits nach dem Schlußtermin und über den, zu diesem Zeitpunkt wissentlich zu niedrigen, "Gesamtpreis" ausgestellt werden sollte, wenn noch eine Kellerbemusterung aussteht...

Mehr hierzu zum Thema Vor-Ort-Termin...

Was man so bei einem Bemusterungstermin erleben kann...

Die Anreise zu unserem End-Bemusterungs- und Schlußbesprechungstermin hatte es wirklich in sich.

Um kurz vor 00:00 auf einer einsamen Straße musste ich aufgrund von Gegenverkehr abblenden, zu dumm nur, dass genau da ein Schild mit einem Tempolimit folgte, welches ich aber ohne Fernlicht in der Dunkelheit und nach 5 Stunden Fahrt übersehen habe...

Da war es nun, das rote Licht nur wenige KM vor dem Ziel...die erste Fahrt in ein Fahrverbot...WOW, welch Ende für den Tag...Oder etwa doch nicht ?

Als wir dann in dem Hotel ankamen, folgte die Überraschung schlecht hin:

ein Einzelzimmer und so war das eine wundervolle Nacht auf dem Boden...


Wie sich am nächsten Morgen (=nach einigen Stunden) herausstellte, hat ein anderer Gast (a.k.a. geistiger Tiefflieger) nicht auf den Namen auf dem Umschlag mit dem Schlüssel geschaut und das Doppelzimmer genommen...wie gut, wenn für eine Spätanreise Umschläge in einer Zeitungsröhre deponiert werden können. Vielleicht sollte man die Leute aber anhalten, darauf zu achten, dass sie die richtigen Schlüssel wählen...

Sichtlich gerädert folgte dann die restliche Bemusterung, obwohl wir ja bereits zu einer Vorbemusterung in Hameln waren. 

Hier und da noch ein anderes Fenster, elektrische Rolläden, ein begehbarer Kleiderschrank zum "Schnäppchenpreis", elektr. Türöffner usw. und schwupps waren wir bei über 10000 EUR Aufpreis :-(

Wäre ja vielleicht kein Problem, wenn das wirklich das Ende gewesen wäre...die Fortsetzung folgt zum Thema Keller/Abwasser und Änderungsprotokoll 2...


Tot geglaubte kehren wieder...es darf gebaut werden!

BDas Unfassbare ist passiert: wir haben heute Post von der unteren Baurechtsbehörde erhalten


Die letzten Monate war mir nicht wirklich nach bloggen, denn ich hätte mir ständig auf die Zunge beißen bzw. Finger klopfen müssen, um nicht ausfällig zu werden...

Über die Details, die dazu geführt haben, werde ich mich getrennt äussern, anderenfalls würde ich gleich wieder ein Beißholz benötigen...

Bei aller Euphorie, wäre da nicht noch das Keller- bzw. Abwasser-Thema, könnten wir uns vielleicht freuen...so ist das mit den explodierenden Kosten nicht wirklich der Brüller...

Während des Wartens auf die Aufhebung ist dann auch wieder einiges passiert, als da wäre:
  • Endbemusterung + Schlußbesprechung mit Tücken
  • Nach-Endbemusterung :-(
  • Nach-Kellerbemusterung :-(
  • Die Unfähigkeit hat einen Namen: "PV-Installateure"
  • So-La-La-Ortstermin
  • Projekt "KfW-Effizienzhaus 40"
Auf die einzelnen Punkte werde ich getrennt eingehen.