Mittwoch, 25. August 2010

Keller: Nachbesserung die Zweite

Nachdem ja das Abwasser-Rohr durch eine Kellerwand zu etwa einem Drittel zugestellt wurde, wollte das der Kellerbauer eigentlich letzte Woche erledigen lassen, was aber nicht passiert ist. So wurde der Mittwoch avisiert und tatsächlich wurde heute das Rohr freigelegt und ein leicht versetzter Stutzen aufgesetzt, so daß nun beim Innenausbau der Anschluß erfolgen kann.


Was den vergessenen Schlitz anbetrifft, so ist dieser nun gemacht worden, aber nur zur Hälfte. Nicht nur, dass man das Rohr für die Verlegung der elektrischen Anschlüße von der Rückstauklappe zur Wand etwa 80cm versetzt angeordnet hat, obwohl diese direkt aus dem Boden in dem Schlitz zur Decke laufen sollten. Nein, man hat nun den Schlitz ab Schalterhöhe bis zur Decke gemacht, anstatt vom Boden bis zur Decke.

Ich frage mich wirklich, wozu es Pläne gibt, außer zum Ignorieren ;-)

Und wer nun darauf gewettet hat, dass der fliesbare Deckel der Rückstauklappe ebenfalls geliefert wird:

ZONK, Satz mit X


Der Countdown läuft...

Die Dachsteine liegen bereit, die Kellerdecke ist bereits nivelliert, der Bauzaun entsorgt und Platz für den Kran. Dixi hat sich's auch schon bequem gemacht...

Zunächst hieß es ja immer Beginn 07:00, aber heute nachmittag habe ich dann erfahren, dass der Kran um 06:30 arbeitsbereit geordert wurde. Dies bedeutet für mich, daß ich noch früher die Umleitungsschilder aufstellen darf...

Es geschehen noch Zeichen und Wunder...

KfW-Signal steht auf Grün

Wie ich heute in einem Telefonat mit der KfW in Erfahrung bringen konnte, ist die erneute Zusage, diesmal nach den neuen KfW-Bedingungen vom 01.07. für ein Effizienzhaus 55, bereits am 11.08.10 erteilt worden. Sollte dann ja in Kürze auch bei der Sparkasse eintreffen...

Da lässt sich die Hausstellung in 7 Stunden doch beruhigter angehen..

Dienstag, 24. August 2010

Zwei Mal werden wir noch wach...

...heissa dann ist Hausstellungs-Tag :-)

Nachdem nun die letzten Monate das Projekt Leutenbach so vor sich hingedümpelt ist, scheinen sich in den letzten Wochen und Tagen die Ereignisse gegenseitig überholen zu wollen.

Als da wäre:
  • die ausstehende Programm-Änderung von Effizienzhaus55 nach EnEV2007 in EnEV2009 bei der KfW
  • die ausstehende und mittlerweile abgelehnte Nachfinanzierung dank super-toller Planverfasser-Leistung :-(
  • mal wieder (zum wie vielten Male eigentlich ?!?) eine "kleine" Ungereimtheit in den Plänen, die, wie könnte es auch anders sein, bereits vom Architekten, bestimmt unter dem Motto "It's not a bug, it's a feature, geschaffen wurde
Nun, was hat es mit der KfW-Programmänderung auf sich ?

Vor einigen Monaten hatte ich gelesen, dass unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit besteht, die neuen Konditionen für die  Effizienzhäuser 55 bzw. 40 zu bekommen, also 5000 bzw. 10000  EUR Tilgungszuschuß.

Konkret geht es also darum, dass unsere Hausplanung von Beginn an auf ein Niedrig-Energie-Haus abgezielt hat, d.h. zusätzliche Dämmung, keine Dachfenster, möglichst effizienter Fenster-Einsatz, Photovoltaik + Solarthermie, moöglichst wenig Wärmebrücken, soweit möglich LED-Licht etc. Und so wurde uns vom Sachverständigen die Einhaltung der Grenzwerte für ein Effizienzhaushaus55 auch noch nach der EnEV2009 bestätigt.

Im Juni rief ich daher bei der KfW an, um mich nach der Möglichkeit der Änderung von Effizienz70 auf Effizienz55 bei bereits zugesagter Förderung zu erkundigen. Nach Überprüfung unseres Antrags wurde mir eine Änderung als machbar kommuniziert, da wir das Bauvorhaben ja noch nicht gestartet hatten bzw. haben, hilfsweise noch keine 50% abgerufen haben. Das war ja in unserem Falle aufgrund der Verzögerungen auch nicht schwer. Die notwendige Dokumentation des Ausbaus wird durch den bereits in der Planungsphase involvierten Energieberater vorgenommen und so warten wir noch immer auf eine verbindliche Antwort der KfW...

Zum Thema der geplatzten Nachfinazierung ist eigentlich soweit nichts weiter zu sagen, außer: schwache Leistung liebe Bank, da steckt der Mehrwert im Haus, aber das scheint bis zu dem(n) Verantwortlichen nicht durchgedrungen...Dies hat nun zur Folge, dass die Gewerke Trockenbau und Innentüren ebenfalls bauseits realisiert werden müssen. Wie gut, dass ich gestern bereits eine Schleifgiraffe erworben habe, die hat nun so richtig ihre Daseinsberechtigung. Ansonsten werden wir, glaube ich, langsam ein guter Kunde bei MyHammer bzw. Blauarbeit.de ;-) Mal schauen, wie das in den nächsten 3 Monaten zeitlich alles passt...

Zu guter Letzt kam heute um 17:30 ein Anruf aus Hameln, dass vor unmittelbarer Fertigstellung der Nord-Wand eine fehlende Ausrichtung der beiden Fenster von EG + DG ausgemacht worden ist, die ihren Ursprung in der Original-Plänen hat. Vielen Dank lieber Architekt für einen sorgfältigen Job und dieses tolle "Osterei", aber mittlerweile haben wir davon mehr als genug...

Nun, die Spätschicht wird's richten und so geht morgen tatsächlich die heute Abend noch geänderte Hauswand mit den restlichen Teilen auf den Weg nach Leutenbach, damit der Hausstellungstermin am Donnerstag nicht gefährdet ist, während die Vorhut bereits morgen am Nachmittag letzte Vorbereitungen rund um die Bodenplatte trifft. Welch Zufall, dass wohl nun morgen auch noch der Kellerbauer vorbeischaut, um den fehlenden Elektro-Schlitz zu fräsen, das Abwasser-Rohr unter den Kellerwänden freizulegen und den fliesbaren Deckel der Rückstauklappe vorbeizubringen.

Samstag, 14. August 2010

Abenteuer Mehrspartenanschluß

Was habe ich mich seinerzeit gefreut, als ich das erste Mal über eine Mehrsparten-Hauseinführung gestolpert bin: alles übersichtlich, einfache Handhabung, vereinfachter Einbau durch Bauherr ohne Drehmomentschlüssel möglich, zusätzliche "vereinfachte" Dichtheitsprüfung, nur eine Kernbohrung, Reserve (wegen Nicht-Verwendung Gas), geringer Platzbedarf, Reduzierte Anzahl Wärmebrücken usw.

Hört sich gerade zu phantastisch an...auf dem Papier

Wie aber so das Leben spielt, sieht die Realität dann doch anders aus, da gibt es dann so Aussagen bzw. Fakten wie
  • "...Wir installieren keine MSH-Einführung für Wasser..."
  • Wegen der Frostfreiheit darf der MSH-Anschluß nicht so hoch gelegt werden
  • "Nicht selten kommen die Stifte für den vereinfachten Einbau unterschiedlich zum Vorschein, so dass ein Drehmomentschlüssel mehr als nur ein optionales Werkzeug ist"
  • "Da brauchen sie aber zusätzlich zu dem MSH auch noch die Manschettenstopfen"
usw.

Also nochmals zurück zum Anfang:

Was ist denn nun eine M(ehr)-S(parten)-H(auseinführung) ?

Es handelt sich um ein System für die gemeinsame Hauseinführung von Strom, Wasser, Gas und Breitband/Telefon. Es wird nur ein 20cm Durchmesser Wanddurchbruch benötigt und der MSH-Anschluß beinhaltet wiederum 4 kleinere Rohre mit jeweils 7,5cm, also 4 in sich geschlossene Sub-Systeme (Mantelrohre), welche im gesamten durch das Futterrohr und die beiden Dichtungen auf Innen- und Außenseite abgedichtet werden.

MSH-Basic/Professional:



Das dazugehörige Futterrohr im eingebauten Zustand (mit der Noppenfolie als Anfüllschutz sichtbar auf der Außenseite):


Außenansicht mit werksseitig passgenauer Aussparung der Dämmung ;-)


Da ich im Zusammenhang mit MSH-Anschlüssen in der Vergangenheit immer nur über Hauff-Technik gestolpert bin, habe ich mich daher bei Hauff kundig gemacht, was die so anbieten und in den Telefonaten mit den Versorgern jeweils darauf hingewiesen, dass ein MSH-Anschluss installiert werden soll. Trotz einzelner Einwände haben letztlich aber dennoch alle Versorger ihre Zustimmung erteilt. Was mir aber zu diesem Zeitpunkt keiner erzählen konnte (oder auch wollte), war der Umstand, dass eben auch keiner der Versorger im Zuge der Hauseinführung diesen Anschluss auch physisch installieren würde. 

Wir also das Futterrohr zum Einbetonieren im Fertigkeller bestellt und direkt zu Knecht liefern lassen (so ähnlich wollte ich das eigentlich auch mit der Rückstauklappe handhaben, aber eben nur ich ;-). Dort wurde dann das Rohr einbetoniert und entsprechend die Dämmung ausgeschnitten. Zu blöde nur, dass die Dämmung eben bereits verklebt wird, die Außendichtung des MSH-Anschlusses aber um einiges grösser ist, als das Futterrohr....


Glücklicherweise wurde ich im Telefonat mit Hauff auf die notwendige Dämmescheibe aufmerksam gemacht, so dass ich 2 mitbestellt habe, da die Außendämmung 8cm hat, die Dämmscheibe aber 5cm, auch wenn ich nachher nur eine benötigt habe. Bei den Manschettenstopfen für die Mantelrohre bzw. die Schläuche zu den Mantelrohren, d.h. für die Abdichtung auf der Außenseite, hat man leider vergessen mich darauf aufmerksam zu machen, so dass ich diese noch hinterher bestellen musste.

Ausehen tun sie dann wie hier am Ende der Kabuflex-Schläuche ersichtlich:



Also galt es zunächst "fix" die Dämmung gemäß Anleitung entsprechend der Größe der Dämmscheibe auszuschneiden, um dann die Dämmscheibe einzusetzen. Bedingt durch das erwähnte Ankleben gestaltete sich das Ausschneiden allerdings mehr als zeitraubend und nervig.

Vielleicht sollte der Kellerbauer hier seine Vorarbeit etwas überdenken, denn mit einfachen Mitteln liesse sich dieses Thema besser lösen, in dem die Ausparung im Werk bereits vorgenommen wird, da man ja wusste, welcher MSH-Anschluss zum Einsatz kommt...

Was nun die Durchführung in unserem konkreten Fall anbetrifft, so habe ich im Hinblick auf die anstehende Dichtigkeitsprüfung mit einem Manometer und dem Umstand, dass ich den Drehmomentschlüssel mit 14NM doch nicht so einfach im Handel bekomme, kurzfristig am Abend vor der geplanten Installation überlegt, die Installation von einem Fachmann für Bauinstallation im Sanitärbereich vornehmen zu lassen. Als im Zuge diverser Gespräche im Vorfeld mit Nachbarn und Handwerkern die Firma Sanitärtechnik Besa als quasi-exklusiver Partner im Baugebiet genannt wurde, war es naheliegend dort anzufragen.

Was ich allerdings dort erlebt habe, hat mich dann doch wieder auf den Boden der Tatsachen gebracht. Auf die Frage, ob Besa den Anschluss installieren könne, war man etwas verhalten, speziell als ich den Hersteller genannt hatte. Zunächst konnte ich die Reaktion nicht richtig deuten, als der geschäftstüchtige Herr mir dann aber einen MSH von Doyma verkaufen wollte und mir erklärte, ich solle den bei Hauff wieder zurückgeben, wurde mir schlagartig bewusst, warum man kurz zuvor so zögerlich auf den vorhandenen Hauff-MSH im Kofferraum reagiert hat.

Das nenne ich mal geschäftstüchtig Fa. Besa, so groß kann dann der Leidensdruck doch nicht sein, dass ich mir in der Not einen neuen Anschluss für über 500 Euro Material + Zeit  andrehen lasse, obwohl ich bereits einen habe. Dienstleistung, und eben die wollte ich beauftragen und bezahlen, sieht anders aus. Vielleicht hatte man aber einfach auch nur Angst, man würde diesen Anschluss nicht installieren können...

Ob das nun Zufall ist, dass es mir nun zum 2. Mal passiert ist, dass mir ein Leutenbacher Handwerker statt der Verwendung vorhandener Hardware etwas Neues "verkaufen" wollte, weiß ich nicht, allerdings wollte mir der Elektriker den vorhanden Baustromverteiler ebenfalls als "...wer weiß, ob der überhaupt funktioniert bzw. auf dem neuesten Stand ist usw." madig machen, um mir seinen zu vermieten. Ein anderer Elektriker hat ihn geprüft, mit neuem Kabel versehen und er verrichtet anstandslos seinen Dienste.

Weitere Installateure sahen sich ebenfalls kurzfristig nicht in der Lage, bei der MSH-Installation behilflich zu sein und so musste eben Plan B herhalten ;-)

Eigentlich wollte ich ja den Anschluss dann verschieben, da wir das nicht rechtzeitig fertig bekommen würden, bevor unser Tiefbauer, die Firma Unkel, für 14 Tage in Urlaub geht. Wäre nur dumm, da ja übernächste Woche das Haus gestellt werden soll...

Dunkelheit die Dämmung ausgeschnitten und gehofft, dass der Wassermeister bei der Installation behilflich sein könnte. Am nächsten Tag sah es aber zunächst nicht so aus, da die Stadtwerke Backnang (Zuständig für Leutenbach) normalerweise keinen MSH-Anschluss sondern eigenen Kernbohrungen machen. Als dann aber während des Gespräches noch der Verantwortliche für die Elektro-/KabelBW- und Telekom-Installation auf der Baustelle aufkreuzte, konnte dann in einer Gemeinschaftsaktion das Projekt MSH erfolgreich zu Ende gebracht werden, sowohl Drehmomentschlüssel als auch Pumpe für die Dichtigkeitsprüfung waren beide dank der installierenden Herren anwesend.  

Zur Installation:
Also den MSH von innen angeflanscht, mit der Wasserwaage ausgerichtet und die 4 Inbus-Schrauben mit 14 NM angezogen, dann von aussen das Gegenstück über die Mantelrohre geschoben und ebenfalls die 4 Schrauben angezogen. Während innen die 4 gelben Drehmomentsindikatoren nicht ganz bündig waren, als der Drehmomentschlüssel bestimmungsgemäß stoppte, hat es aussen gut gepasst. Sollte ich erneut in die Verlegenheit kommen,  einen MSH installieren zu müssen, würde ich das dann aber nicht ohne einen Drehmomentsschlüssel tun wollen

 


Zu letzt noch die Dämmscheibe eingesetzt und rund um die Rohre sowie den Spalt zwischen Dämmscheibe und XPS mit Brunnenschaum versiegelt und alles mit Noppenfolie erneut vor dem arbeitswütigen Erdbauer geschützt :)

Abschließend daher vielen herzlichen Dank an die Beteiligten, die uns für einige schlaflose Nächte entschädigt und weitere solche vermieden haben, den ohne die vorbereitete Hauseinführungen hätten wir im Falle der Hausstellung für das Gerüst einen offenen Graben gehabt und nicht so weit anfüllen lassen können.

Als da wären: 

Hr. Griesinger, Stadtwerke Backnang GmbH
Hr. Frey Fa. Frey
Hr.  Klöpfer, Fa. Unkel GmbH 
Die Nachbarn für Kaffee und lästernde, räusper, aufmunternde Worte :-)

Nachbetrachtung zum Thema Kellerbau

Leider ließen die Aktivitäten der letzten Tage und Wochen nicht viel Zeit, um den Fortschritt zu dokumentieren, deshalb hier nun der Nachtrag zum Thema Keller.

So problemlos auch der Kelleraufbau von Statten gegangen sein mag, ich stelle mir doch die Frage, wie derjenige Handwerker reagieren würde, der für die verbuddelten Abwasserrohre verantwortlich ist, wenn man ihm so eine Hinterlassenschaft machen würde.

Aber seht selbst, feinste Betonarbeiten...



Wo das Entwässerungsrohr das Haus verlässt, konnte man nur erahnen, obwohl der Kanalanschluss ja bereits vor der Bodenplatte frei lag und direkt hätte angeschlossen werden können...Irgendwo gab es wohl mal eine Markierung, die aber im Zuge der Kelleraufstellung bzw. im Zuge der nachfolgenden Keller-Arbeiten entfernt wurde, frei nach der Devise: "Was macht denn das blöde Holz da im Wege ? Und tschüss..."

Vorallem hätte man sicherlich das Rohr an einer passenderen Stelle, also eher an der Süd-Ost Ecke, nach Außen legen können, damit man nicht Kurven und Winkel bis zum Kanal benötigt.
Unser Erdbauer hat einen halben Tag dafür benötigt den Müll rückgängig zu machen und das Entwässerungsrohr anzuschließen. Na da bin ich mal gespannt, wer das zahlt. Ich bin sicherlich nicht gewillt dafür aufzukommen und der Erbauer möchte ebenfalls seine aufgewendete Zeit vergütet...Das wird bestimmt wieder eine interessante Diskussion.

Und während ich mich am Anfang noch darüber gewundert habe, dass das Vlies unter der Filterkies-Schicht nicht zerschnitten werden musste, um das benötigte Gefälle zu erreichen, ärgere ich mich mittlerweile extremst darüber, wenn ich höre, dass DN125-Rohre verwendet wurden, bei gerade mal 15cm Kies Schicht.

Vielleicht habe ich ja in Mathematik nicht aufgepasst, aber wenn ich mir das mal so mathematisch anschaue...

Als da wären die Randbedingungen: 

- gefordertes Gefälle ca. 1.5%, d.h. 1-1,5cm Höhenunterschied auf 1 Meter Entfernung
- 15 cm Filterkies-Schicht, dann Vlies
- Weiterhin DN125-Rohr, d.h. 12,5cm Durchmesser

Also wenn ich mich nicht verrechne, sind das gerade mal 2,5 cm Höhendifferenz (Höhe Filterkies minus Rohr-Duchrmesser). Wie man da das notwendige Gefälle ohne zerschneiden des Vlies und ohne Verlegung unterhalb des Vlies bzw. Filterkies erreichen will, ist mir schleierhaft. Sind ja nur ca. 6 Meter von der Rückstauklappe bis zum Rand und von dort auch nochmals etwa 5-6 Meter im 90° Winkel. Als der Erdbauer aber das Anschlussrohr freigelegt hatte, lag dieses auf dem Vlies...Nun frage ich mich, warum im Vorfeld im Gespräch über dieses Thema vom Knecht-Bauleiter der Hinweis kam, "...da müssen wir aber das Vlies zerschneiden, um die Rohre entsprechend zu verlegen..."

Jungs, das war dann mal Murks!Da ist sicherlich das letzte Wort noch nicht gesprochen...

Sinngemäße Aussage Keller-Bauleiter auf die Frage, warum das Entwässerungsrohr noch nicht angeschlossen ist:
"...Die mussten ja mit einer Dichtigkeitsprüfung der Gemeinde gegegenüber die Funktionstüchtigkeit darlegen und konnten daher nicht anschließen..."
Bitte was ? Ich möchte mal den Baubeamten sehen, der diesbezüglich auf der Baustelle die Entwässerung eines jeden Neubaus vor der Betonierung prüft... Ganz zu Schweigen von der Tatsache, dass auch nach der Betonierung noch Gelegenheit gewesen wäre, die Rohre direkt anzuschließen, es mangelte aber offensichtlich an der Kommunikation.

Ist schon schon schwierig, wenn man bei der Urlaubsvertretung des Bauleiters genau während der Kellerstellung den Eindruck gewinnt "...schnell weg, Kunde droht mit Auftrag...". Genau einmal wurde ich vom temporären Bauleiter kontaktiert, und zwar wegen der Strassensperre, die von der Gemeinde fälschlicherweise an Knecht ging. Guess what ? Das war in der Woche vor der Kellerstellung. 

Danach war die absolute Funkstille, weder eine Info über den verfrühten Beginn der Entwässerung, noch den Fortgang oder die Schlussarbeiten, die die Verfüllung beeinträchtigen sollten (mehr dazu später). Wahrscheinlich wollte man mir demonstrieren, wie gut  Akuver die Akustik eindämmen kann...
Ich suche noch immer nach dem Schild, auf dem steht:
"Diese Bauleiter-Kommunikation wurde gesponsert von Akuver, dem Spezialisten für akustische Dämmung" :-)
Und wenn mir dann am späten Nachmittag des letzten Tages der Kellerbau-Mitarbeiter auf Nachfrage, warum die Entwässerung nicht angeschlossen ist, erklärt:

"...Wir hätten das ja gemacht, aber auf unserem Auftrag war das nicht angekreuzt..."

klingt das wie Hohn, denn uns wurde diese Frage im Vorfeld gar nicht erst gestellt. Setzen: 6


Und dass der Knecht-Mitarbeiter bezüglich der Entwässerungsrohre auf "...die andere Firma..." verweist, erzeugt Zornes-Falten auf meinem Gesicht...

Dazu nur ein paar Worte lieber Knecht-Mitarbeiter: 

Wir haben den Keller via Meisterstück-Haus bei Knecht beauftragt und wenn ihr euch eines Subunternehmers bedient, ist das euer Problem.

Geht's noch ? ...


Da frage ich mich wirklich, wofür man uns für das Thema Sohle-Entwässerung mit Rückstauklappe rund 7000 EUR abknöpfen will, zumal man es nicht mal geschafft hat, das gewünschte Fabrikat einzubauen. Vom Kanal-Anschluss ganz zu schweigen. Und so muss man jetzt erstmal bei Knecht noch einen fliesbaren Deckel für die Rückstauklappe besorgen. Hättet Ihr einfacher haben können, wenn ihr das von mir gewünschte Model besorgt hättet...

Das Thema "Weiche Kante" im Bereich der Sockeldämmung werde ich gesondert darlegen, nur soviel vorweg: auch das wurde nicht wie im Vorfeld besprochen,  korrekt nachgebessert...

Na ja, und den fehlenden Schlitz und das durch die HWR-Wand verdeckte Abflussrohr werden sie ja nächste Woche nacharbeiten.

Zum heutigen Tage will ich die abschließende Bewertung der Leistung "Kellerbau" noch nicht vornehmen, aber ich darf schon mal so viel vorweg nehmen: Leistungen, die die Note 1 verdienen, sehen aus meiner Sicht um Welten anders aus...

Sonntag, 8. August 2010

Schwebende Betonteile for final destination

Vom 02.08.bis 04.08. war's dann auch so weit, die Holde wurde zur Dokumentation des Aufbaus verdonnert und mit Kamera ausgestattet vor Ort bei den Nachbarn zum Kaffee-Kränzchen ausgesetzt

Den Aufbau gibt's in Form einiger Bilder, zusammenfassen kann man ihn wie folgt:

  • im Großen und Ganzen problemlose Installation der Kellerwände
  • Hoher Unterhaltungswert beim Versuch die Treppe nach der Kellerdecke einzubauen
  • Weniger lustig war der Umstand, dass man sich nicht für den Anschluss der Entwässerung verantwortlich gesehen hat:

"Das hätten wir ja gemacht, aber auf unserem Auftrag stand nichts von Entwässerungsanschluss"

Stattdessen hat man beim einbetonieren der Fundamente so großzügig den Beton verteilt, dass sich die Frage stellt, ob da jemand das Entwässerungsrohr auch einbetonieren wollte, aber ihm der Beton ausging :-(

  • Ach ja, die Terrassen-Fundamente sollten eigentlich eine Terrasse auf Höhe des Erdgeschosses stützen, zu dumm nur, dass das Erdgeschoss eben nicht so niedrig liegt, wie die Fundamente. Wir reden augenscheinlich ja nur von 50-80 cm, ich denke, ich werde das mal nachmessen müssen...
Pretty in pink


Das Haus wird selbstverständlich nicht in dieser Farbe bleiben :-)