Nach dem es nun doch schon eine Weile her ist, wird es nun endlich mal wieder Zeit, die Geschehnisse der letzten 6 Monate aufzubereiten und vorallem das Bauvorhaben mit der Firma Baukmeier und Knecht-Keller in's richtige Licht zu rücken!
Wer nun der Meinung ist, das läge nur daran, dass nach dem reibungslosen und turbo-mässigen Hausbau wieder Zeit für langweiliges Texten wäre, dem kann ich versichern, dass dem bei Leibe nicht so ist.
Anlass hierzu war nicht zu Letzt ein Mahnbescheid in doppelter Ausführung, nach dem es unterschiedliche Sichtweisen im Hinblick auf die Mängelliste und die Schlußrechnung gibt.
Ein weiterer Beweis, wie sehr man bei der Firma "Meisterstück" um's Wohl des Kunden besorgt ist; da möchte man sicher gehen, dass nicht etwa ein Mahnbescheid verloren geht und schickt zur Sicherheit einen 2. Mahnbescheid über die gleiche Summe. Macht kurzer Hand eine Verdopplung der "Forderung", wenn's der dumme Bauherr nicht merkt...hochgradig seriös nenne ich das...
Wie der Satz
"Der Antragsteller hat erklärt, dass der Anspruch von einer Gegenleistung abhänge, diese aber erbracht sei"
sich mit dem Umstand der existierenden Mängelliste, dem ausstehenden Blower-Door-Test, der finalen ausstehenden Heizungsinbetriebnahme und der Kellermängelbeseitigung in Einklang bringen lässt, weiss wohl nur der Antragsteller, oder glaubt es zu wissen :-) Da bin ich mal gespannt, wie man mir das erklärt, am Besten als wäre ich 3 Jahre alt ;-)
Hochachtung, echt erstklassig, dieser Kundenservice! Wenn man den gleichen Enthusiasmus bei der Planung und der Ausführung an den Tag gelegt hätte, würden wir heute nicht noch mit Baustrom, offenen Decken und ohne Badezimmer auf der "Baustelle" Wohncamping Deluxe praktizieren...aber da zu komme ich noch in Kürze, wenn's an die Aufstellung der Pannen bzw. schuldhafte Verzögerungen geht.
Für's Erste mal soviel zum aktuellen Stand und was es zwischenzeitlich so an Unterhaltung gab:
- ein "Treppenhaus ohne Treppe" für 4 Wochen in der Ausbau-Phase
- 9 nachträgliche Kernbohrungen durch die Kellerdecke zur "Optimierung der Rohrleitungsführung für Heizung und Lüftung"
- einen geplatzten Heizungs-Inbetriebnahme-Termin
- einen Keller während der Estrich-Trocknung unter Wasser und dadurch entsprechende Verzögerung
- Fliesenleger die zu- und dann kurzfristig absagen und einen hängen lassen
- ein anderer Fliesenleger, der das Geld kassiert und sich dann ohne die Arbeit zu Ende zu bringen mit dem Haustürschlüssel verpisst hat
- Versuche durch den Kellerbauer vertraglich eine DIN in die Bau-Leistungsbeschreibung zu zaubern, die da im Zusammenhang mit der bemängelten Unebenheit gar nicht steht oder die gepfuschte Bitumen-Abdichtung als Kulanz darzustellen
- Atemberaubende Fenster-Tausch-Aktionen
- Nachbesserungsarbeiten
- Undichter Fassadenabschluß der Außen-Fensterbänke
- Ein Fenster, für das seit Monaten kein Nachweis erbracht werden kann, dass Sicherheitsglas verwendet wurde
- Ein "Rettungs-Fenster", welches für artistische Einlagen prädestiniert ist und im "Ideal-"(Planungsfall) gar als Feuerwehrmann-Tritt-Falle dienen kann
- Falsche bzw. unzureichende Pläne (oder die zugehörige falsche Ausführung)
- eine geplante Drückerplatte, die beim verbauten WC-Spülkasten gar nicht verwendet werden kann
- Ein aufgeplatzer Estrich aufgrund zu geringer Dicke durch eine "hochoptimierte" Planung des Abwasserrohrs für das Heizungs-Kondenswasser
- Eine FBH im KG, die statt an den von der Heizung unterstützten separaten 2. Heizkreislauf zusammen mit den anderen Stockwerken am gleichen 1. HKL angeschlossen ist
- Eine geradezu graziöse Abwasser-Leitungsführung im Keller
- Einen endgültigen Umzug zum 01.01.11 auf eine Baustelle mit Baustrom und ohne Badezimmer
- ein, nennen wir es mal "sub-optimaler" und dann nachgearbeiteter EnEV-Nachweis
- die Förderungs-Null-Nummer Names Effizienzhaus 55 (2009)
- die Schluß-Mit-Lustig Entscheidung einen Bausachverständigen (Tatort-Bau) zu involvieren
Was es aber auch gab bzw. gibt, soll nicht verschwiegen werden:
- ganz liebe und hilfsbereite Nachbarn, gell' Nachbar X :-)
- Eine Steuerklassenänderung und die kleinsten Handschellen der Welt...
- Reichlich entgangene Förderung
- Bereitstellungszinsen für verzögerungsbedingt nicht abgerufenes Darlehen
- Massige Kosten aufgrund von nicht durch uns verursachte Verzögerungen, noch zu unseren Lasten, mal schauen, wie lange noch
- ...
Ansonsten sind da noch ein paar Themen mehr, aber alles zu seiner Zeit...

Wenig erfreulich so etwas zu lesen, insbesondere nachdem es ja auch in der Vergangenheit schon haarig zu sein schien. Dennoch möglichst gutes Gelingen, damit ihr bald endlich Freude an eurem Haus habt :-)
AntwortenLöschenViele Grüße aus dem einzigen Mühlefeld-EFH mit rotem Dach
Hallo,
AntwortenLöschenwir haben auch mit meisterstück gebaut und ich muss anmerken, das es das reinste Chaos bzgl. Terminverschiebung und Zuverlässigkeit war. Die postalischen "Anschreiben" waren nicht mal das Papier wert und Mails wurden prinzipiell (fast) garnicht beantwortet. Ich drück Euch trotzdem weiterhin die Daumen!
Hallo,
AntwortenLöschenauch wir haben mit "Meisterstück" gebaut und können nur jedem abraten. Viel Pfusch von Anfang an und sonst...s. oben.
Nach sechs Jahren war der Balkon soweit, dass wir ihn ersetzen mußten. Bei Regen Wasser im Rolladenkasten, die Fenster teilweise nicht tief genug eingekittet usw.
Wer mehr wissen möchte: ich bin bereit über Details zu berichten.